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Gottesdienst zum ersten Advent
29. November 2020, 10.00 Uhr

 
Inselpastor Christian Neumann

 

Ein Lied zum ersten Sonntag im Advent, ein Lied für diese Zeit

Singt und spielt dem Herrn in eurem Herzen

Unter diesem Motto, wo der Gesang zur Ehre Gottes verstummt ja verboten ist, dachte
ich mir, schreibe ich jede Woche etwas zu einem Lied. Denn Lieder können so tröstliche
Begleiter sein und Halt geben in schwierigen und ungewissen Zeiten.. Also lassen Sie sich
begleiten von „Macht hoch die Tür“

Für mich gehört dieses Lied einfach zum ersten Advent, wie die erste Kerze am
Adventskranz dazu. Ich habe es heute einmal einem neueren Lied aus den hessischen
Regionalteil des Gesangbuches gegenüber gestellt. Lassen wir die beiden Lieder einmal
miteinander sprechen:

Macht hoch die Tür, die Tor macht weit; es kommt der Herr der Herrlichkeit,
ein König aller Königreich, ein Heiland aller Welt zugleich,
der Heil und Leben mit sich bringt; derhalben jauchzt, mit Freuden singt:
Gelobet sei mein Gott, mein Schöpfer reich von Rat.

Der Eselreiter! Seht, der Eselreiter! Zieht so der Fürst in seine Stadt?
Macht euch gefaßt auf Unerhörtes:
Der läßt die Reichen leer ausgehn,das arme Volk, das macht er satt.

Der Wundertäter! Seht, der Wundertäter! So will's das Volk: Geschwind gesund!
Das ganze Land zum Paradiese!
Von Hosianna tönt die Stadt,es hofft das Herz, es schreit der Mund.

Er ist gerecht, ein Helfer wert; Sanftmütigkeit ist sein Gefährt,
sein Königskron ist Heiligkeit, sein Zepter ist Barmherzigkeit;
all unsre Not zum End er bringt, derhalben jauchzt, mit Freuden singt:
Gelobet sei mein Gott,mein Heiland groß von Tat.

Der Friedenskönig! Seht, der Friedenskönig! Kein Schwert, kein Spieß,
mit bloßer Hand und bloßem Wort schafft er den Frieden.
Es siegt der Hosiannaruf,nun schallt der Himmel, blüht das Land.

O wohl dem Land, o wohl der Stadt, so diesen König bei sich hat.
Wohl allen Herzen insgemein, da dieser König ziehet ein.
Er ist die rechte Freudensonn, bringt mit sich lauter Freud und Wonn.
Gelobet sei mein Gott, mein Tröster früh und spat.

Der Eselreiter! Seht, der Eselreiter! Der Troß auf hohem Rosse lacht -
das Volk, die Palmenzweige schwingend,
schreit lauter Hosianna, schreit:heut ist die Hoffnung an der Macht!

Macht hoch die Tür, die Tor macht weit, eu'r Herz zum Tempel zubereit'.
Die Zweiglein der Gottseligkeit steckt auf mit Andacht, Lust und Freud;
so kommt der König auch zu euch, ja, Heil und Leben mit zugleich.
Gelobet sei mein Gott, voll Rat, voll Tat, voll Gnad.

Komm, o mein Heiland Jesu Christ, meins Herzens Tür dir offen ist.
Ach zieh mit deiner Gnade ein; dein Freundlichkeit auch uns erschein.
Dein Heilger Geist uns führ und leit den Weg zur ewgen Seligkeit.
Dem Namen dein, o Herr, sei ewig Preis und Ehr.

Das eine ein Bitt-Lied, das sich voll Vertrauen an den wendet, der da kommt. Das andere
ein Lied, das mehr Fragen als Antworten hat. Und wen oder was erwarten wir in dieser
ganz besonderen Adventszeit 2020? Eher den Wundertäter und Friedenskönig oder den
Tröster und Helfer? Hoffnungslieder sind es beides und sie spiegeln begründete Hoffnung
wider. Eine Hoffnung auf Gottes verheißenes Wort. Ich denke selten war die Sehnsucht
nach dem Wahr-Werden dieser Verheißung so groß, wie in diesem Jahr. „Ach, komm o
mein Heiland Jesu Christ...“ bringe Frieden in diese Welt und heile oder erlöse sie. Ja, wir
könnten voller Sehnsucht in diese Zeilen einstimmen. Na dann, tun wir das doch in diesem
ganz besonderen Advent mit besonderer Hingabe und voller Hoffnung, allem Augenschein
und Zweifel zum Trotz.

Das wünsche ich uns für die neue Woche

Kommen Sie gut durch diese Zeit.
Bleiben Sie behütet und gesund
Und singen Sie alleine
und im Geiste verbunden mit anderen.
Ihre Barbara Groote http://barbaragroote.de